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Ausbildungsvorbereitung (Dual)

Individuelle Begleitung beim Übergang in die Berufswelt

In diesem Bildungsgang arbeiten Schülerinnen und Schüler, die nach 10 Schulbesuchsjahren noch keinen Anschluss gefunden haben – ganz gleich, welcher Schulart sie angehört haben. Eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich, da die allgemeinbildenden Schulen alle Schüler_innen ohne Anschluss an die Netzwerkstelle (im HIBB*) der Jugendberufsagentur melden, die diese dann nach regionalen Kriterien auf die Standorte der Ausbildungsvorbereitung verteilt.

Das Regelangebot AV-Dual bedeutet, dass die Jugendlichen zweimal im Jahr für etwa 12 Wochen an drei Tagen in der Woche im Praktikum sind und parallel an zwei Tagen in der Woche die Schule besuchen.

Alle Schüler_innen werden in der Regel ein Mal pro Woche von einer Lehrkraft im Betrieb besucht. Bei diesen Besuchen steht das Lernen im Betrieb im Vordergrund, thematisiert werden aber auch allgemeinbildende Inhalte (Sprache und Kommuniktion, Mathematik und Fachenglisch) mit engem Bezug zur betrieblichen Arbeit. An den Schultagen wird das betriebliche Lernen aufgearbeitet und reflektiert. So werden in Reflexionsrunden (Mentorenrunden) Themen aus der Arbeitswelt besprochen, in Berichten Bedeutsames aus der Arbeit dargestellt und erläutert. Auch die Erstellung einer Dokumentationsmappe und von Präsentationen gehören zu den üblichen Aufgaben. Zusätzlich bietet die Schule Lerneinheiten an, die auf die Prüfung vorbereitet, die dem eESA (erweiterter Erster allgemeinbildender Schulabschluss) entspricht.

Seit Kurzem verfügt die Schule über großzügige Lernebenen, miteinander verbundenen Räumlichkeiten, in denen die Lerngruppen, entsprechend der sehr unterschiedlichen und an individuellen Bedarfen orientierten Angeboten, arbeiten. Die bedarfsgerechten Angebote richten sich an alle Schüler*innen (45 bis 75), die zur Lernebene gehören. Die so integrierten Bildungsgänge der Ausbildungsvorbereitung umfassen alle Schüler*innen, ob sie nun der Gruppe der AV-Dual angehören, AV-M (Migration) oder d&i (dual und inklusiv). Auch die Tagesstruktur ist auf eine neue Grundlage gestellt. Es wird durchgehende offene Angebote geben und darin eingebettet sogenannte gelenkte Angebote (vergleichbar mit Inputphasen oder Phasen, in denen definierte Gruppen an gleichen Aufgaben arbeiten). Im Tagesablauf, der sich nicht mehr nach einer 45- oder 90-minütiger Taktung richtet, sind mehrere Pausen vorgesehen, die durchaus flexibel gestaltet werden können.

Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, einen Praktikumsplatz zu finden, werden individuell begleitet und unterstützt, bis sie ein Praktikum beginnen.

Ziel des Bildungsganges ist, einen für das jeweilige Individuum passenden Anschluss vorzubereiten und zu finden. Dazu können auch schulische Abschlüsse gehören**. Alle Aktivitäten in der Schule und im Betrieb dienen letztlich diesem Ziel.

Neben der Ausbildung, die für einen großen Teil der Schüler*innen die passende Perspektive ist, finden andere in weiteren berufsvorbereitenden Maßnahmen, in der Produktionsschule oder auch auf dem Arbeitsmarkt den passenden Anschluss.

Für eine Reihe von Jugendlichen stellt auch dieses Angebot eine unüberwindliche Hürde dar, sei es durch besondere Lebensverhältnisse, Krankheiten oder mangelndes Interesse.

*HIBB – Hamburger Institut für Berufliche Bildung

**in AV-Dual ist ein eESA möglich, in AV-M ein eESA und mitunter auch ein MSA

Ansprechpartner

Wolfgang Wenn

Wolfgang Wenn

Abteilungsleiter

E-Mail: wolfgang.wenn@hibb.hamburg.de

Telefon: 040 428922-204

Raum: 0.VW.01.AL.1

Abteilung: Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten (Dual)