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Midleton Gym, Midleton, Irland

Dominique Lichtblau

Zusammen mit einer Azubi-Kollegin machte ich mich am 10.03.13 auf die Reise in die zweitgrößte Stadt Irlands – nach Cork. Mit dem Flugzeug flogen wir nach Dublin und mit dem Bus ging es weiter. Schon da verstanden wir, warum Irland die „Grüne Insel“ genannt wird. Die Landschaft ist einfach atemberaubend und befreiend. Als wir in Cork freundlich von der Organisation „Partnership Europe“ aufgenommen wurden, ging es weiter zu unserem eigenen Haus. Es war riesig und gefiel uns wirklich gut, bis auf ein paar kleine Mängel, über die man hinwegsehen konnte. Wir wurden mit allem vertraut gemacht. Die nächsten Tage lebten wir uns erst einmal ein. Natürlich spielte Heimweh auch eine große Rolle.

Für mich ging es am 3. Tag mit 3 anderen Praktikantinnen, die ich bereits aus Hamburg kannte, nach Midleton – 25 Minuten von Cork entfernt. Wir mussten uns zuerst einem Vorstellungsgespräch stellen. Unser Chef teilte uns dann in die verschiedenen Betriebe ein. Ich landete in der Midleton Gym, ein Fitnesscenter, das wirklich gut besucht war. Nach der Entscheidung ging es direkt dorthin. Ich lernte meine Kollegin Veronika kennen. Sie ist wirklich eine sehr aufgeschlossene Person und ich fühlte mich gleich wie zu Hause. Das Arbeitsklima gefiel mir unglaublich gut und ich war froh, dass ich dort gelandet bin. Das einzige Problem bestand darin, dass ich jeden Tag sehr spät zu Hause war, das heißt circa 19:00 Uhr, da die Fahrt von Midelton nach Cork plus der Weg zu unserem Haus 1 ½ Stunden dauerte. Wir wohnten nämlich nicht im Zentrum von Cork, sondern eher außerhalb. Das war schon sehr schade, da ich dann weniger Zeit hatte, Irland ein bisschen besser kennenzulernen. Aber ich arrangierte mich damit.

In meinem Verantwortungsbereich lagen vor allem Excel-Aufgaben und das Erstellen von Statistiken. Dies war aber nur ein Teil meiner Aufgaben. Es wurde somit nie langweilig. Natürlich half ich auch den Kunden, da ich direkt im Empfangsbereich saß und somit auch am Telefon. Einige Male war es wirklich sehr amüsant, wenn die Leute mich anschauten und dann mit meinen Kollegen über mich sprachen, da sie dachten, ich könne sie nicht verstehen. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Im Großen und Ganzen war es einfach toll. Klar, war ich ab und zu sehr verunsichert bezüglich der Sprache. In Midleton sprechen die Leute mit einem anderen Dialekt als in Cork, wobei es nur 25 Minuten entfernt ist – kaum zu glauben -. Nach einer Woche habe ich mich auch daran gewöhnt. Ich bin heute immer noch erstaunt, wie gut mein Englisch geworden ist, wobei es nur 3 Wochen waren. Außerdem habe ich meine Angst vor dem Englischsprechen verloren. Ich bin wirklich selbstbewusster geworden. Dies habe ich natürlich auch dem Schulunterricht zu verdanken, den wir 2 Mal in der Woche hatten.

Neben der Arbeit unternahmen wir auch jede Menge mit den Leuten, die wir dort kennengelernt haben. Meine Freundin und ich wohnten mit 4 Italienern in unserem Haus zusammen. Das war nicht immer leicht. Jeder weiß, wie temperamentvoll sie sein können. Wir hatten jedoch eine Menge Spaß und konnten somit auch ihre Kultur ein bisschen besser kennenlernen.

Das Nachtleben in Cork ist wirklich einzigartig. Die Leute sind super drauf und es macht Spaß, sich unterzumischen. Meiner Meinung nach ist es in den sogenannten Pubs ganz anders als in Deutschland. Diese Atmosphäre muss man einfach einmal mit erlebt haben.

Ein tolles Ereignis war für mich der St. Patricks Day. Wir hatten das Glück genau zu dieser Zeit in Irland zu sein. Ich liebe solche Feste. Die Parade ist etwas klein ausgefallen, aber dies war kein Grund traurig zu sein. Die Feier am Abend machte alles wieder gut.

Ich hoffe, dass ich Euch einen kleinen Einblick in das irische Leben vermitteln konnte. Es waren 3 Wochen, in denen ich wirklich viel dazu gelernt habe. Es war spannend und aufregend und ich bin stolz, dass ich es gemacht habe, denn diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen. Ich kann es nur weiterempfehlen. Und als Tipp: Nehmt alles mit, was ihr bekommen könnt. Es lohnt sich auf jeden Fall!