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Brauerei “Baltika‘, St. Petersburg

Lisa Kartal

“Sehr kaltes Klima, nicht sehr kommunikative Menschen, hübsche Frauen.“

Mit diesen Gedanken habe ich (Lisa Kartal) im Juli 2011 meine Reise nach St. Petersburg angetreten, um 3 Wochen lang Kultur und Menschen näher kennenzulernen.

Warum St. Petersburg? Es  war eher eine spontane Entscheidung. Mein damaliger Klassenlehrer hatte einen Flyer über ein Auslandspraktikum in St. Petersburg mitgebracht und Russland klang für mich spannend und exotisch. Einfach mal etwas anderes als Frankreich und England. So bewarb ich mich bei Arbeit und Leben und Olga Stelter, die Verantwortliche für diesen Austausch, hat schnell Kontakt mit mir aufgenommen. Da das Projekt noch neu war, war ich die erste Teilnehmerin, das hieß Druck und Aufregung waren umso höher.

Einige anfängliche Vorurteile wurden bereits am ersten Tag widerlegt. Alexander, Koordinator der Partnerorganisation, ist ein sehr guter Freund geworden, mit dem ich immer noch Kontakt habe. Das gleiche gilt für die beiden Studenten bei denen ich gewohnt habe. Das war die beste Gelegenheit die Kultur, die Lebensweise und das Miteinander direkt kennenzulernen. Einen Sommer gibt es auch in St. Petersburg. Es war, kaum zu glauben, heißer als in Deutschland und meine Pullover mussten im Koffer bleiben.

Mein Praktikum habe ich bei der Brauerei “Baltika“ im Bereich Marketing absolviert. Hier musste das Eis erst einmal gebrochen werden, nämlich jeden Morgen mit einem Lächeln zur Arbeit zu kommen und die Aufgaben gut zu erledigen, bewirkt wahre Wunder.  Entgegen meiner Befürchtungen machte ich die tolle Erfahrung, dass es mir überhaupt nicht schwer fiel, mich in ein fremdes Team zu integrieren – was auch auf die höfliche Bereitschaft des Teams zurückzuführen war.

Auch wenn die Menschen eine andere Art haben und möglicherweise nicht gleich sehr herzlich sind, hat es nichts mit einem selbst zu tun. Wenn einem das bewusst ist, können solche Herausforderungen zu positiven Erfahrungen führen.

Die Menschen, vor allem die Frauen, haben etwas geheimnisvolles an sich. Sie scheinen wie aus einer anderen Welt: sich ihrer Schönheit bewusst präsentieren sie sich stolz, was im Vergleich zum Verhalten der deutschen Frauen anders ist. Es ist spannend zu erleben welche Unterschiede man auf den ersten Blick und welche man erst nach längerer Zeit erkennen kann.  Auf der anderen Seite ist die Kluft zwischen Arm und Reich auffallend groß, was man ab und zu auf der Straße zu beobachten vermochte.

Mein Fazit:

Ich kann jeden zu einem Auslandsaufenthalt ermutigen. Es weitet den Blick über den Tellerrand, man wird offener und die neuen Eindrücke können zu gezielten beruflichen Vorstellungen anregen. Man kann nur profitieren, lernen und erwachsener werden!

Viel Erfolg beim Praktikum!